Dokumente zu Äthiopien

Die Fotos zeigen Opfer des Dergue-Regimes in Äthiopien. Sie hängen in der Gedenkstätte für die Opfer des Roten Terrors in Addis Abeba. Unterlagen über die Verfolgungen unter der marxistischen Militärjunta sammelt das dortige Dokumentations- und Forschungszentrum. Druckschriften und historische Archivalien liegen im Nationalarchiv. Wegen der engen Zusammenarbeit zwischen der DDR und Äthiopien finden sich auch in deutschen Archiven Dokumente, insbesondere im Bundesarchiv und im Stasi-Unterlagen-Archiv.

Credit: Adam Jones / CC BY-SA

Dokumente und Fotos im Bundesarchiv

Der äthiopische Diktator Mengistu Haile Mariam unterhielt enge Beziehungen zur Sowjetunion und zur DDR. Im April 1986 war er bei der Eröffnung des XI. Parteitages der SED dabei gleich in der ersten Reihe.

So viel Nähe zu den Mächtigen der DDR wurde nur wenigen ausländischen Politikern zuteil: Beim SED-Parteitag in Ost-Berlin steht Mengistu direkt neben dem Präsidenten der DDR-Volkskammer Horst Sindermann. Es folgen von rechts nach links: SED-Generalsekretär Erich Honecker, der Generalsekretär der KPdSU, Michail Gorbatschow und der Vorsitzende des DDR-Ministerrates Willi Stoph. Ganz links steht Honeckers "Kronprinz" Egon Krenz.

Mengistu ist auch dabei, wie das Politbüro der SED am Rande des Parteitages einen Aufmarsch der FDJ abnimmt. Neben ihm steht DDR-Regierungschef Willi Stoph. Vorne winkend ist SED-Chef Erich Honecker zu sehen, neben dem der Minister für Staatssicherheit Erich Mielke griesgrämig nach vorne blickt (im schwarzen Mantel).

Diese und weitere Fotos aus der Zusammenarbeit zwischen der DDR und Äthiopien befinden sich im deutschen Bundesarchiv. Über die Suchmaschine des Archivs lassen sich auch zahlreiche Dokumente nachweisen.

Links

Website des Äthiopischen Nationalarchivs

Bestandssuche im Bundesarchiv

 

Nach der Diktatur. Instrumente der Aufarbeitung autoritärer Systeme im internationalen Vergleich

Ein Projekt am Lehrstuhl für Neueste Geschichte der Universität Würzburg

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Instagram: After the dictatorship

Mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung